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Zeiterfassungsdaten für bessere Ressourcenplanung nutzen

Alexander Funk4 Min. Lesezeit
Gründer bei der Auswertung von Zeiterfassungsdaten am Küchentisch

Zeiterfassungsdaten sind mehr als nur eine Sammlung von Stunden. Sie zeigen, wo Zeit wirklich hingeht und wo Engpässe entstehen.

Warum reine Stunden nicht reichen

Viele erfassen Zeiten nur, um Rechnungen zu stellen. Das ist verständlich. Doch die Daten können deutlich mehr leisten, wenn man sie richtig nutzt. In einem Gespräch mit einem kleinen Team hörte ich kürzlich: „Wir wussten gar nicht, dass zwei Leute fast die Hälfte ihrer Zeit in Abstimmungen stecken.“ Genau solche blinden Flecken decken die Daten auf.

Typische Muster erkennen

Schau dir zuerst die Verteilung über mehrere Wochen an. Wiederholen sich bestimmte Aufgaben öfter als geplant? Stehen Meetings in keinem Verhältnis zum Projektfortschritt? Solche Muster fallen oft erst auf, wenn man die Rohdaten sortiert und gruppiert.

Ein kurzer Tipp aus der Praxis: Exportiere die Daten einmal pro Monat und filtere nach Projekt und Mitarbeiter. Du brauchst keine komplizierte Software dafür – ein Tabellenkalkulationsprogramm reicht meist aus.

Schritt für Schritt: Daten in Planung umwandeln

Beginne mit den Projekten, die aktuell laufen. Vergleiche geplante mit tatsächlich gebuchten Stunden. Wo liegen die größten Abweichungen?

  1. Filtere nach Projekt und Aufgabe.
  2. Berechne den Durchschnitt pro Woche.
  3. Identifiziere Aufgaben, die regelmäßig überschritten werden.
  4. Prüfe, ob Kapazitäten bei bestimmten Personen gebunden sind.

Diese vier Schritte bringen schon eine gute Übersicht. Danach kannst du entscheiden, ob du Aufgaben neu verteilst oder zusätzliche Ressourcen einplanst.

Beispiel aus dem Agentur-Alltag

Nehmen wir ein Projekt mit Design und Entwicklung. Die Designphase läuft oft schneller als gedacht, die Entwicklung zieht sich. Wenn die Daten das über mehrere Projekte zeigen, lohnt es sich, früher mehr Entwickler einzuplanen oder Pufferzeiten realistischer zu setzen.

Ich habe das bei Jomawo selbst erlebt. Nachdem wir unsere eigenen Daten ein paar Monate genauer angeschaut haben, haben wir die Planung für neue Features angepasst. Das hat unnötige Überstunden in der Endphase deutlich reduziert.

Welche Daten wirklich zählen

Nicht jede erfasste Minute ist gleich wichtig. Konzentriere dich auf:

  • Projektbezogene Stunden pro Person
  • Wiederkehrende Aufgaben
  • Zeit für interne Abstimmungen
  • Reise- und Wartezeiten

Interne Meetings und Abstimmungen werden oft unterschätzt. Wenn diese Posten bei mehreren Leuten gleichzeitig hoch sind, entsteht schnell ein Engpass, den man vorher nicht gesehen hat.

Berichte nutzen, statt nur zu speichern

Die meisten Tools bieten Exporte oder Dashboards. Nutze sie. Bei unseren Berichten kannst du zum Beispiel nach Mitarbeiter und Projekt filtern und die Daten direkt weiterverarbeiten. Das spart Zeit bei der monatlichen Planungsrunde.

Ein weiterer hilfreicher Artikel dazu ist Projektzeiterfassung – So tracken Sie Projekte effizient. Dort wird erklärt, wie man Projektzeiten sauber erfasst – die Grundlage für jede spätere Auswertung.

Häufige Fehler bei der Auswertung

Viele Teams schauen nur auf die Gesamtsumme. Das verdeckt Ungleichgewichte. Ein Mitarbeiter kann 160 Stunden im Monat gebucht haben, während ein anderer nur 90 erreicht – beide Zahlen allein sagen wenig aus.

Ein weiterer Stolperstein: Daten nur einmal im Quartal anschauen. Dann ist der Planungshorizont schon wieder vorbei. Besser ist ein monatlicher kurzer Check, der maximal 30 Minuten dauert.

Praktische Umsetzung im Team

Teile die Auswertung nicht nur mit der Geschäftsführung. Besprich die Ergebnisse auch mit den Leuten, die die Stunden erfassen. Oft haben sie selbst Ideen, wie man Prozesse verbessern kann.

Bei Jomawo machen wir das seit einiger Zeit so. Die Rückmeldungen aus dem Team haben uns geholfen, unnötige Abstimmungsrunden zu kürzen und klarere Aufgabenbeschreibungen zu schreiben.

Am Ende geht es nicht um Kontrolle, sondern um bessere Planbarkeit. Wer seine eigenen Daten ernst nimmt, kann Projekte realistischer kalkulieren und Ressourcen gezielter einsetzen.

Probier es einfach mal für einen Monat aus. Die ersten Erkenntnisse kommen meist schneller, als man denkt.

Mehr zu den Grundlagen findest du auch in 5 Tipps für effiziente Zeiterfassung im Alltag.

Wenn du direkt loslegen möchtest: kostenlose Zeiterfassung bei Jomawo ausprobieren.

Häufige Fragen

Ein monatlicher Check reicht in den meisten Fällen. Wichtiger als die Häufigkeit ist, dass du die Daten wirklich filterst und nicht nur die Gesamtsumme anschaust.
Projektstunden pro Person, wiederkehrende Aufgaben und Zeit für interne Abstimmungen. Diese drei Bereiche zeigen am schnellsten, wo Kapazitäten falsch verteilt sind.
Nein. Die meisten Tools bieten Exporte, die du in einem Tabellenprogramm weiterverarbeiten kannst. Entscheidend ist nicht die Software, sondern die regelmäßige Auswertung.
Halte den Prozess einfach: einmal im Monat filtern, Abweichungen notieren, dann weitermachen. Mehr als 30 Minuten sollte es nicht dauern.

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