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Rechnungen aus Zeiterfassungsdaten erstellen

Daniel Amzovski3 Min. Lesezeit
Freelancer erstellt Rechnungen am Laptop in hellem Arbeitszimmer

Warum manuelle Rechnungen aus Zeiten oft Zeit kosten

Bei unseren Nutzern sehe ich häufig, wie Freelancer und kleine Teams am Monatsende stundenlang Tabellen abgleichen. Eine Viertelstunde hier, ein vergessener Eintrag dort – das summiert sich. Automatische Abrechnung aus Zeiterfassungsdaten ändert das.

Statt Excel-Exporte und manuelles Kopieren in Rechnungssoftware fließen die Daten direkt weiter. Das spart nicht nur Zeit, sondern vermeidet auch Übertragungsfehler.

Grundlage: saubere Projektzeiterfassung

Bevor Rechnungen automatisch entstehen können, muss die Zeiterfassung projektbezogen und detailliert sein. Projektzeiterfassung hilft dabei, Stunden den richtigen Aufträgen zuzuordnen. Ohne klare Projektstruktur bleibt die spätere Abrechnung ungenau.

Trage jeden Arbeitsschritt mit Start- und Endzeit ein. Vermeide pauschale Einträge wie „8 Stunden Projekt X“. Besser: „Konzeptentwurf 2,5 h“ und „Kundenabstimmung 1 h“. Das macht die spätere Rechnung nachvollziehbar.

Typische Stolperfallen im Alltag

Ein Entwickler erzählte mir neulich, er habe drei Wochen lang nur Gesamtstunden pro Tag notiert. Als die Rechnung fällig wurde, fehlten die Aufschlüsselungen für zwei verschiedene Budgets. Die Nacharbeit dauerte länger als die ursprüngliche Erfassung.

So funktioniert die automatische Rechnungserstellung

Die meisten modernen Tools bieten eine direkte Verbindung zwischen erfassten Zeiten und Rechnungsmodul. Du definierst einmalig Stundensätze pro Projekt oder Kunde. Danach reicht ein Klick: das System zieht die Stunden des Abrechnungszeitraums, multipliziert mit dem Satz und erstellt die Rechnungspositionen.

Bei Jomawo läuft das über die integrierte Abrechnungsfunktion. Du wählst den Zeitraum, filterst nach Projekt oder Kunde und exportierst oder versendest direkt. Zusätzliche Positionen wie Pauschalen oder Auslagen lassen sich manuell ergänzen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Stelle sicher, dass alle relevanten Zeiten erfasst und freigegeben sind.
  2. Öffne den Abrechnungs-Bereich und wähle den Kunden oder das Projekt.
  3. Definiere oder bestätige den Stundensatz.
  4. Prüfe die automatisch vorgeschlagenen Positionen.
  5. Ergänze bei Bedarf Mehrwertsteuer, Skonto oder Zahlungsziele.
  6. Erstelle und versende die Rechnung.

Konkretes Rechenbeispiel

Nehmen wir einen Freelancer mit 95 € netto pro Stunde. Im Monat fallen bei einem Kunden 47,25 Stunden an. Davon sind 3,5 Stunden Reisezeit mit reduziertem Satz von 60 €. Die restlichen 43,75 Stunden werden voll berechnet.

Berechnung: 43,75 × 95 = 4.156,25 €. Dazu 3,5 × 60 = 210 €. Gesamtbetrag netto: 4.366,25 €. Mit 19 % MwSt. ergibt sich 5.195,84 € brutto. Ohne automatische Übernahme hätte der Freelancer wahrscheinlich zwei Stunden für die Zusammenstellung gebraucht – bei eigenem Stundensatz ein Verlust von knapp 190 €.

Vergleich: manuell versus automatisch

KriteriumManuelle RechnungAutomatisch aus Zeiterfassung
Zeitaufwand60–120 Min.5–10 Min.
FehlerrisikoHoch (Übertragung)Niedrig
NachvollziehbarkeitAbhängig von SorgfaltAutomatisch detailliert
Monatliche Einsparungca. 8–10 Stunden

Sonderfälle und Grenzen

Nicht jede Position lässt sich vollautomatisch abbilden. Pauschalhonorare, Spesen oder nachträgliche Rabatte müssen meist manuell ergänzt werden. Auch bei mehreren Währungen oder komplexen Mehrwertsteuerregeln braucht es oft eine kurze Prüfung.

Ein weiterer Punkt: Kunden, die detaillierte Nachweise wollen, erhalten automatisch die Stundenaufschlüsselung als Anhang. Das spart Rückfragen.

Integration in die Buchhaltung

Die fertige Rechnung sollte idealerweise direkt in die Buchhaltungssoftware fließen. Viele Tools bieten DATEV-Export oder API-Verbindungen. So landen Rechnungsnummer, Beträge und Zahlstatus ohne weitere manuelle Schritte im System.

Bei kleineren Teams reicht oft der PDF-Export plus manueller Upload. Wichtig bleibt die einheitliche Nummerierung, damit keine Rechnung doppelt oder gar nicht gebucht wird.

Erste Schritte mit Jomawo

Wer kostenlose Zeiterfassung ausprobieren möchte, kann direkt mit einem Projekt loslegen und die Abrechnungsfunktion testen. Die ersten Rechnungen sind meist in unter einer Stunde erstellt.

Häufige Fragen

Wähle im Tool den Abrechnungszeitraum und den Kunden. Das System übernimmt die Stunden automatisch, multipliziert mit dem hinterlegten Stundensatz und erstellt die Positionen. Ergänze bei Bedarf Pauschalen.
Vergessene Freigaben von Zeiten, falsche Stundensätze pro Projekt und fehlende Aufschlüsselung bei mehreren Budgets. Eine kurze Kontrolle vor dem Erstellen verhindert die meisten Probleme.
Pauschalen und Spesen lassen sich meist manuell hinzufügen. Die reinen Stundenpositionen übernimmt das System automatisch.
Bei sauberer Projektstruktur meist weniger als eine Stunde für die Einrichtung. Danach reduziert sich der monatliche Aufwand deutlich.

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